Onlineshop

+49 (0) 7191 95 70 70

    Kin-Ball – der Mannschaftssport mit dem riesigen Ball

    Kübler Sport Redaktion |

    Lesedauer: 4 Minuten

    Kin-Ball ist ein kooperatives Mannschaftsspiel, das in Kanada entwickelt wurde und mit einem besonders großen Ball (1,22 m Durchmesser) gespielt wird. Drei Teams mit jeweils vier Spielern treten gleichzeitig auf einem Spielfeld gegeneinander an. Ziel des Spiels ist es, den Ball so zu schlagen, dass die gegnerischen Teams ihn nicht fangen können, bevor er den Boden berührt. Besonders die einfachen Regeln und die dynamischen Spielperioden machen Kin-Ball attraktiv für alle Altersklassen.

    Kin Ball

    Kin-Ball in der Schule

    Kin-Ball eignet sich besonders für den Schulsport, da es Erfolgserlebnisse für alle Schüler ermöglicht. Da jeder Spieler aktiv in den Spielablauf eingebunden ist, gibt es keine untätigen Teilnehmer. Zusätzlich fördert das Spiel Koordination, Teamgeist und Reaktionsvermögen. Durch einfache Regeln und vielseitige Einsatzmöglichkeiten kann Kin-Ball schnell erlernt und gespielt werden.

    Regeln

    Benötigtes Material

    • Omnikin Kin-Ball: Der Ball hat einen Durchmesser von bis zu 1,22 m und wiegt weniger als 1 kg.
    • Markierhemden zur Unterscheidung der Mannschaften.
    • Spielfeld: Die gesamte Halle kann genutzt werden, das offizielle Spielfeld misst maximal 21 x 21 m.
    Kin-Ball im Shop finden

    Im Kübler Sport Onlineshop findest du eine große Auswahl an Kin-Bällen und Zubehör.

    Spielablauf

    Im Kin-Ball treten drei Mannschaften mit je vier Spielern gleichzeitig gegeneinander an. Die Mannschaften tragen unterschiedliche Farben (Schwarz, Grau und Blau oder Pink). Der Spielzug beginnt mit einem Aufschlag, bei dem der aufschlagende Spieler das Signalwort “Omnikin” sowie die Farbe der gegnerischen Mannschaft laut ausrufen muss. Danach wird der Ball von drei Spielern gehalten und vom vierten ins Spiel gebracht. Ziel ist es, den Ball so zu platzieren, dass die gegnerische Mannschaft ihn nicht kontrollieren kann, ohne dass er den Boden berührt. Der Ballkontakt darf mit jedem Körperteil erfolgen, jedoch nicht gefangen oder festgehalten werden.

    Punktesystem

    Ein Punkt wird vergeben, wenn die gegnerische Mannschaft den Ball nicht rechtzeitig sichert oder einen Fehler begeht. Zu den häufigsten Fehlern zählen:

    • Der Ball erreicht nicht die vorgeschriebene Mindestflugbahn von 1,8 m.
    • Der Ball wird nicht von drei Spielern berührt, bevor er aufgeschlagen wird.
    • Eine Mannschaft kann den Ball nicht kontrollieren, und er berührt den Boden.

    Der Punktestand wird über die gesamte Spieldauer addiert. Ein Kin-Ball-Match besteht aus drei Spielperioden zu jeweils sieben Minuten. Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt.

    Tipps für Kin-Ball in der Schule

    Wir haben Dir speziell für die Anwendung in der Schule ein paar Tipps zusammengestellt:

    • Anzahl der Spieler: Im Sportunterricht empfiehlt es sich, die Zellen mit jeweils drei Spielern zu gestalten. Eine geringere Spieleranzahl erleichtert Anfängern die Verständigung.
    • Spielfeld: Im schulischen Kontext kann das Spiel nach einer Berührung des Balls mit einer Wand einfach weiterlaufen, um den Spielrhythmus aufrechtzuerhalten.
    • Regeln: Zu Beginn sollten nur grundlegende Regeln eingeführt werden, um den Spielverlauf nicht unnötig zu unterbrechen. Eine schrittweise Erweiterung der Regeln erleichtert das Verständnis.
    • Dynamik: Kin-Ball entfaltet seine Dynamik durch einen rhythmisierten Spielablauf. Unterbrechungen sollten daher kurz gehalten werden. In diesem Zusammenhang ist die 10- und 5-Sekunden-Regel sinnvoll: Nach Empfang des Balls haben die Spieler 10 Sekunden Zeit, um ihn zu setzen, und der Schläger weitere 5 Sekunden, um den Ball aufzuschlagen.
    • Basisstufe: Zu Beginn kann die gegnerische Farbe und der Name des Spielers durch die Lehrkraft angesagt werden, um den Einstieg zu erleichtern.

    Kin-Ball Übungen

    Planetenjagd

    Bei der “Planetenjagd” bilden die Schülerinnen und Schüler einen großen Außenkreis und einen kleinen Innenkreis. Zwischen den beiden Kreisen bleibt Platz für eine Person (Jäger) und einen Kin-Ball (Planet). Die Abstände zwischen den Spielern der Kreise sollten etwa zwei Meter betragen, wobei sie während des Spiels auf ihren Positionen bleiben. Ziel ist es, den Kin-Ball in beide Richtungen zu rollen, sodass der Jäger ihn nicht berühren kann. Variationen sind möglich, indem die Rollen getauscht werden (der Ball verfolgt den Jäger) oder der Ball in die Luft gespielt wird, anstatt ihn zu rollen. Diese Übung fördert Reaktion, Antizipation und Kooperation und ermöglicht den ersten Kontakt mit dem Kin-Ball.

    Popcorn

    Hierfür legen sich die Spielerinnen und Spieler in einem Kreis auf den Boden, wobei die Füße zur Kreismitte zeigen. Der Kin-Ball wird durch die Lehrkraft in die Kreismitte geworfen und soll anschließend nur mit den Füßen in der Luft gehalten werden. Variationen sind durch den Einsatz von zwei Kin-Bällen oder das Spielen in Teams möglich. Auch diese Übung dient dem ersten Kontakt mit dem Kin-Ball und fördert die Kooperationsfähigkeit.

    Kin-Ball Spiele

    Riesenvolley

    Diese Variante funktioniert wie Volleyball, jedoch ohne Netz. Zwei Teams passen den Ball maximal zweimal innerhalb des Teams, bevor er in die gegnerische Hälfte gespielt wird. Wichtig ist, dass die Flugbahn des Kin-Balls immer horizontal oder aufsteigend verläuft. Punkte werden erzielt, wenn der Ball in der gegnerischen Hälfte den Boden berührt. Mögliche Variationen sind beispielsweise “Fußballtennis”, bei dem der Ball nur mit den Füßen und dem Kopf gespielt wird.

    Brennball

    Für dieses Spiel werden vier Matten, ein Kin-Ball und ein Ring benötigt. Zwei Mannschaften treten gegeneinander an: ein Fängerteam und ein Werferteam. Die Spielfeldgröße kann variabel gestaltet werden. An jeder Ecke des Spielfelds befindet sich eine Matte, während der Ring in der Nähe der Startmatte platziert wird. Das Fängerteam verteilt sich im Innenfeld, während die Werfermannschaft an der Startmatte steht.

    Übungen im Kin-Ball

    Die Spieler des Werferteams werfen den Kin-Ball nacheinander in die Verteidigungszone. Nach dem Wurf versucht der Werfer, möglichst weit zu laufen, während das Fängerteam den Ball so schnell wie möglich im Ring platziert. Ist der Ball im Ring, muss sich der Werfer auf einer Matte befinden. Andernfalls ist er “verbrannt” und scheidet aus. Punkte gibt es für vollständige Spielfeldumrundungen; ein Home-Run bringt vier Punkte. Die Runde endet, wenn das Werferteam keine verfügbaren Werfer mehr hat. Variationen sind möglich, um das Spiel an unterschiedliche Bedingungen anzupassen.

    Weitere verwandte Beiträge finden:

    Beitrag teilen
    Themenbereiche
    Neueste Beiträge