Jonglieren, auch Jonglage, ist eine faszinierende Fähigkeit, die weit über eine einfache Unterhaltung hinausgeht. Es kombiniert Geschicklichkeit, Konzentration und Koordination und wird in vielen Bereichen geschätzt – sei es als entspannendes Hobby, sportliche Herausforderung oder kreative Ausdrucksform. In diesem Beitrag erfährst du mehr über die Grundlagen der Jonglage, Techniken und Vorteile dieser vielseitigen Aktivität.

Was versteht man unter Jonglieren?

Jonglieren umfasst alle Formen der Wurfjonglage. Dabei werden Gegenstände wie Jonglierbälle, Jonglierkeulen, Jonglierteller oder Jongliertücher nacheinander in die Luft geworfen und wieder aufgefangen. Ziel der Jonglage ist es, die Objekte kontrolliert in Bewegung zu halten. Die Ursprünge des Jonglierens reichen weit zurück – bereits in alten Hochkulturen wie Ägypten, Rom und Griechenland war diese Kunst bekannt.
Wofür ist Jonglieren gut?
Jonglieren ist nicht nur eine unterhaltsame Beschäftigung, sondern bringt viele Vorteile mit sich:
- Fördert Konzentration und Koordination
- Verbessert die Reaktionsfähigkeit und das räumliche Vorstellungsvermögen
- Trainiert Gleichgewichtssinn und Rhythmusgefühl
- Unterstützt die Wahrnehmung und Feinmotorik
- Baut Stress ab und kann eine meditative Wirkung haben
Gerade in Schulen oder im pädagogischen Bereich wird Jonglieren gezielt eingesetzt, um Lernprozesse zu unterstützen und Bewegung spielerisch zu fördern.
Jongliertechnik lernen
Die richtige Haltung beim Jonglieren
Die Grundhaltung beim Jonglieren ist entscheidend für den Erfolg. Beachte folgende Punkte:
- Stelle deine Beine hüftbreit auf den Boden
- Halte die Knie leicht gebeugt
- Bleibe aufrecht und locker in den Schultern
- Winkel die Unterarme in einem 90-Grad-Winkel an
- Halte deine Handflächen nach oben gedreht
- Der Blick sollte geradeaus gehen, sodass du deine Hände noch im unteren Blickfeld hast
Wichtige Jongliermuster
Es gibt verschiedene Jonglage-Muster, die du erlernen kannst. Hier sind einige der wichtigsten.
Kaskade
Das bekannteste und einfachste Jonglage-Muster für Einsteiger. Es wird mit einer ungeraden Anzahl an Bällen jongliert – die einfachste Variante ist die Drei-Ball-Kaskade. Hierbei wechselst du die Hände bei jedem Wurf ab.

Fontäne
Dieses Muster wird mit einer geraden Anzahl an Gegenständen jongliert. Dabei jongliert jede Hand separat, ohne dass die Objekte zwischen den Händen gewechselt werden.

Shower
Hierbei bewegen sich die Objekte in einem kreisförmigen Muster. Ein Objekt wird hochgeworfen, während das andere von einer Hand zur anderen übergeben wird.

Mills Mess
Eine fortgeschrittene Technik, bei der sich die Arme während des Jonglierens kreuzen und ein komplexes, fließendes Muster entsteht.

Säule
Bei diesem Muster bleiben die Objekte in einer vertikalen Linie und bewegen sich synchron oder asynchron nach oben und unten.
Weitere Jonglierarten
Neben der klassischen Wurfjonglage gibt es weitere Varianten:
- Joggling: Eine Kombination aus Joggen und Jonglieren, die Kraft und Ausdauer trainiert.
- Passing: Mehrere Jongleure werfen sich die Objekte gegenseitig zu.
- Sportjonglage: Hier liegt der Fokus auf technischer Präzision und anspruchsvollen Tricks.
Tipps zum Jonglieren für den Einstieg
Hier sind einige wertvolle Tipps, um das Jonglieren schneller zu lernen:
- Werfe den zweiten Ball erst hoch, wenn der erste seinen höchsten Punkt erreicht hat
- Halte die Wurfhöhe auf Augenhöhe
- Achte auf eine ruhige und gleichmäßige Atmung
- Beginne mit langsamen Objekten wie Jongliertüchern
- Übe regelmäßig in kurzen Einheiten – 10 Minuten täglich sind effektiver als eine lange Session
- Hab Geduld und bleib dran!